Christoph Koncz

Schlicht genial […] Christoph Koncz fasziniert mit einer unglaublichen Präsenz, sendet Impulse in alle Richtungen, kommuniziert perfekt mit der Academy of St Martin in the Fields und verbindet Virtuosität mit enormem Ausdruckspotenzial.

DER BUND, SCHWEIZ

Der vielseitig begabte österreichisch-ungarische Geiger Christoph Koncz tritt weltweit als Solist, Dirigent, Kammermusiker und Stimmführer bei den Wiener Philharmonikern auf.
Weithin bekannt wurde er bereits als Neunjähriger mit seiner Rolle als Wunderkind Kaspar Weiss im kanadischen Kinofilm The Red Violin, dessen Filmmusik mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

In der aktuellen Saison ist Christoph Koncz zweimal als Solist in der Berliner Philharmonie zu Gast und spielt dort Ernest Chaussons Poème und Mendelssohns Violinkonzert. Außerdem tritt er mit Beethovens Tripelkonzert und Mozarts Violinkonzert (KV 218) in den USA sowie mit dem Mendelssohn-Konzert in mehreren europäischen Ländern auf. Zu den weiteren Höhepunkten seiner Saison zählen Konzerte mit dem Koncz-Quartett im Schloss Esterházy und in der Wiener Staatsoper sowie Recitals in Japan und im Wiener Musikverein.

Auch als Dirigent hat sich Christoph Koncz bereits international etabliert. Eine dreiwöchige Tournée mit dem Verbier Festival Chamber Orchestra führte ihn im Mai 2014 in die bedeutendsten Konzertsäle des deutschsprachigen Raums (wie die Philharmonien in Berlin, Köln und München, das Wiener Konzerthaus oder das KKL Luzern), im Sommer 2014 gastierte er mit Werken von Mozart bei den Salzburger Festspielen. In der laufenden Spielzeit kehrt Christoph Koncz in die Berliner Philharmonie zurück und debütiert in den USA am Pult des Memphis Symphony Orchestra. Außerdem setzt er seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Verbier Festival Chamber Orchestra mit einem Beethoven-Programm fort.

1987 als jüngster Sohn einer Musikerfamilie in Konstanz geboren, erhielt Christoph Koncz im Alter von vier Jahren seinen ersten Violinunterricht. Bereits zwei Jahre später wurde er von Eugenia Polatschek an die Wiener Musikuniversität aufgenommen. In Folge studierte er bei Josef Hell, Igor Ozim und Boris Kuschnir an den Musikuniversitäten von Wien, Salzburg und Graz. Ein Dirigierstudium bei Mark Stringer in Wien sowie Meisterkurse bei Daniel Barenboim und Daniel Harding ergänzten seine künstlerische Ausbildung. 2008 wurde Christoph Koncz im Alter von nur zwanzig Jahren Stimmführer der 2. Violinen bei den Wiener Philharmonikern.

Seit seinem Nordamerika-Debüt als Zwölfjähriger mit dem Montreal Symphony Orchestra unter Charles Dutoit arbeitet er als Solist mit Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Dmitry Sitkovetsky, Gábor Takács-Nagy oder Marc Minkowski und Ensembles wie der Academy of St Martin in the Fields und Les Musiciens du Louvre zusammen. Seine Konzerttätigkeit führt ihn in zahlreiche Länder Europas sowie in den Nahen Osten, nach Asien, Australien, Nord- und Südamerika.

Als gefragter Kammermusiker zählen Leonidas Kavakos, Joshua Bell, Vilde Frang, Renaud Capuçon, Antoine Tamestit, Clemens Hagen, Gautier Capuçon und Rudolf Buchbinder zu seinen musikalischen Partnern. Er ist regelmäßig bei den Festivals von Verbier, Grafenegg, Lockenhaus, Aix-en-Provence und bei den Salzburger Festspielen zu Gast. Besonders häufig tritt er mit seinem Bruder Stephan Koncz auf, einem renommierten Cellisten und Mitglied der Berliner Philharmoniker. Gemeinsam sind sie Gewinner des European Music Prize for Youth.

Christoph Koncz spielt auf einer Violine von Giuseppe Gagliano (Neapel, 1762), die ihm von den Wiener Philharmonikern zur Verfügung gestellt wird.

– Saison 2016/17